8. Juli 2022 / Aus aller Welt

Haftbefehl gegen Verdächtigen im Mordfall Obernkirchen

Eine Geschäftsfrau wird getötet, in der Kleinstadt Obernkirchen herrscht Entsetzen. Jetzt wird ein Verdächtiger verhaftet, der auch gesteht. Aber warum hat er es getan?

Eine 75-jährige Frau wurde Ende Juni in ihrem Schreibwarengeschäft in Obernkirchen tot aufgefunden.
Veröffentlicht am 8. Juli 2022 um 18:05 Uhr von dpa

Nach dem gewaltsamen Tod einer 75-Jährigen in ihrem Schreibwarenladen in Obernkirchen ist ein 45 Jahre alter Verdächtiger verhaftet worden. Der Mann habe gestanden, die Frau getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Bückeburg mit.

Der konkrete Tathergang und das Motiv seien noch Gegenstand der Ermittlungen, weitere Angaben könnten daher nicht gemacht werden. Die 75-Jährige war Ende Juni tot in ihrem Schreibwarenladen in der niedersächsischen Kleinstadt nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen entdeckt worden. Die Leiche war unbekleidet, die Kleidungsstücke fehlten.

Eine Haftrichterin beim Amtsgericht Bückeburg erließ den Haftbefehl wegen Mordes auf Antrag der Staatsanwaltschaft. Es bestehe der Haftgrund der Schwerkriminalität, der 45-Jährige sei in eine Justizvollzugsanstalt überstellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Im Falle einer Verurteilung drohe ihm eine lebenslange Strafe.

Trotz intensiver Ermittlungen, Befragungen und Vernehmungen war früheren Angaben zufolge zunächst nicht bekannt, welche Kleidung die 75-Jährige am Tag der Tat getragen hatte. Die Kleidungsstücke wurden demnach nicht gefunden. Die Spurenlage und das Obduktionsergebnis deuteten auf Mord hin, eine mehrköpfige Mordkommission wurde eingerichtet. Nach einem erneuten Zeugenaufruf der Polizei waren Hinweise eingegangen. Die Behörden äußerten sich bislang nicht dazu, ob aus dem Laden der 75-Jährigen etwas gestohlen wurde.

Ein Zusammenhang des Mordfalls in Obernkirchen mit dem Fall des mutmaßlichen sogenannten Axtmörders besteht nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft Bückeburg nicht. In der Region an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen wird auch nach einem 36-Jährigen gefahndet, der in der Nacht zum 18. Juni in Kalletal-Stemmen im Kreis Lippe mit einer Axt den Liebhaber seiner Ex-Freundin erschlagen haben soll.


Bildnachweis: © -/TNN/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rollator-Club trifft sich am 14. und 28. August
Stadt Verl

Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...

weiterlesen...
Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ am 18. August
Stadt Verl

Der offene Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz trifft sich das...

weiterlesen...
Monatliche Sprechstunde für Angehörige von Demenzkranken
Stadt Verl

An jedem 4. Dienstag im Monat findet in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in Verl eine Sprechstunde des Diakonie...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
Aus aller Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
Makabrer Fund: Urne aus Deutschland an italienischem Strand
Aus aller Welt

Eine Frau macht einen Spaziergang am Meer - und eine unangenehme Entdeckung: Im Sand liegt eine Urne mit der Asche eines Menschen. Noch weiß niemand, wie sie dorthin kommen konnte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
Aus aller Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
Makabrer Fund: Urne aus Deutschland an italienischem Strand
Aus aller Welt

Eine Frau macht einen Spaziergang am Meer - und eine unangenehme Entdeckung: Im Sand liegt eine Urne mit der Asche eines Menschen. Noch weiß niemand, wie sie dorthin kommen konnte.

weiterlesen...