31. August 2021 / Aus aller Welt

Inzidenz sinkt erstmals seit Anfang Juli

Erschreckend früh hatte sich zuletzt die vierte Corona-Welle aufgebaut. Nun scheint ein erstes Plateau erreicht. Von Dauer wird es nicht sein - zumal die optimale Zeit für Sars-CoV-2 im Herbst erst beginnt.

Nach RKI-Angaben lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen bei 74,8.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit Anfang Juli wieder gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 74,8 - am Vortag hatte der Wert 75,8 betragen (Vorwoche 58,0).

Seit dem 6. Juli (4,9) war die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von Tag zu Tag gestiegen, zunächst nur langsam, im August dann deutlich. In den letzten Tagen war die Zunahme aber bereits abgeflacht.

Eine Einschätzung zur Entwicklung gab das RKI nicht ab. Trends ließen sich nur über einen längeren Zeitraum einschätzen, die Werte einzelner Tage könnten nicht kommentiert werden, hieß es auf Anfrage. Ein möglicher Faktor ist die inzwischen abgeebbte Sommerreisewelle mit ihren zahlreichen aus dem Ausland eingetragenen Infektionen.

Selbst wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen auch in den kommenden Tagen nicht wieder steigen oder weiter sinken sollte, würde die Zahl der auf Intensivstation behandelten Covid-19-Patienten zunächst weiter zunehmen. Die Infektions-Inzidenz spiegelt sich stets um etwa zwei Wochen verzögert bei der Klinikbelegung wieder, weil zwischen Infektion und Einweisung einige Zeit vergeht.

Die Zahl der bundesweit auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten war am Sonntag erstmals im Zuge der vierten Welle wieder über 1000 gestiegen. Im Divi-Register-Tagesreport vom Montag wurden 1068 Covid-19-Patienten auf Intensivstation gemeldet, 522 davon mussten beatmet werden.

Am 30. August vergangenen Jahres hatte die Zahl bei gerade einmal 245 gelegen (131 beatmet), erst zu Ende Oktober hin war sie im Zuge der zweiten Welle auf über 1000 gestiegen. Anders als im Vorjahr sind nicht mehr vor allem Senioren betroffen, sondern auch viele jüngere Menschen. Zumeist sind von schweren Verläufen und Todesfällen Ungeimpfte betroffen.

Ein anhaltender Rückgang bei der Zahl der Neuinfektionen ist unter anderem wegen des Schulstarts in immer mehr Bundesländern eher unwahrscheinlich. Wie viele Erkältungsviren verbreitet sich Sars-CoV-2 zudem aus mehreren Gründen in Herbst und Winter besonders effektiv. Dass die Fallzahlen auch bei einer vergleichsweise hohen Durchimpfungsrate der Bevölkerung wie derzeit in Deutschland rapide steigen können, zeigt die Situation in Ländern wie Israel und den USA.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI nach den Daten vom Dienstag binnen eines Tages 5750 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 5747. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 60 Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 42). Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.942.856 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.


Bildnachweis: © Moritz Frankenberg/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Jahrzehntelanges Warten auf den Thron: Charles ist König
Aus aller Welt

Mit dem Tod von Queen Elizabeth II. ist ihr Sohn Charles zum König geworden. Was bedeutet das für die britischen Royals und das Vereinigte Königreich?

weiterlesen...
Frau aus Uganda entwickelt Mückencreme aus saurer Milch
Aus aller Welt

Malaria und verdorbene Milch sind zwei große Probleme für Menschen in Uganda. Eine junge Frau hat das erkannt und daraus eine clevere Geschäftsidee entwickelt: Mückenschutzcreme aus Sauermilch.

weiterlesen...
Karnevalsverein trauert um Ehrenpräsident
Aus aller Welt

Nach einem Flugzeugabsturz und dem Tod eines Unternehmers und zwei weiteren Familienmitgliedern hängen die Fahnen in Köln auf Halbmast. Der 72-Jährige hatte sich im Karneval engagiert.

weiterlesen...

Neueste Artikel

König Charles erstmals mit Red Box zu sehen
Aus aller Welt

Nach Ende der zehntägigen Staatstrauer für Queen Elizabeth, übernimmt König Charles nun langsam die Geschäfte seiner Mutter. Zum ersten Mal sieht man ihn beim Bearbeiten wichtiger Unterlagen aus der Red Box.

weiterlesen...
Montpellier: Flugzeug landet mit der Nase im Wasser
Aus aller Welt

Bei einem Unfall mit bisher ungeklärter Ursache ist ein Frachtflugzeug im französischen Montpellier von der Landebahn abgekommen. Die Besatzung hatte noch einmal Glück im Unglück.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

König Charles erstmals mit Red Box zu sehen
Aus aller Welt

Nach Ende der zehntägigen Staatstrauer für Queen Elizabeth, übernimmt König Charles nun langsam die Geschäfte seiner Mutter. Zum ersten Mal sieht man ihn beim Bearbeiten wichtiger Unterlagen aus der Red Box.

weiterlesen...
Montpellier: Flugzeug landet mit der Nase im Wasser
Aus aller Welt

Bei einem Unfall mit bisher ungeklärter Ursache ist ein Frachtflugzeug im französischen Montpellier von der Landebahn abgekommen. Die Besatzung hatte noch einmal Glück im Unglück.

weiterlesen...