4. August 2022 / Aus aller Welt

Neues Logo für die Wiesn - «Layla» beim Oktoberfest?

Nach drei Jahren Zwangspause wegen der Corona-Pandemie soll wieder das große Volksfest in München gefeiert werden - optisch verändert. Der Wiesnchef spricht von einer «Zeitenwende».

Clemens Baumgärtner (CSU), Referent für Wirtschaft und Arbeit der Landeshauptstadt München und Wiesn-Chef, zeigt das neue Logo des Oktoberfests auf einem Bierkrug.
Veröffentlicht am 4. August 2022 um 15:41 Uhr von dpa

O wie Oktoberfest: Mit dem ornamenthaft gestalteten Anfangsbuchstaben als neuem Logo geht das Oktoberfest nach drei Jahren Corona-Pause wieder an den Start.

Damit solle künftig die geschützte Marke Oktoberfest in die Welt hinausgetragen werden, sagte der Wiesnchef und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) am Donnerstag in München.

Das «O» löst das Bild zweier lachender Krüge ab. «Das neue Logo ist, glaube ich, auch eine Zeitenwende für die Wiesn», sagte Baumgärtner. Ab Mitte August sollen Lederhosen, Janker, aber auch Rucksäcke, Brotzeitbrettl und Wintermützen mit dem neuen Zeichen im Internet erhältlich sein. Der Markenschutz werde nicht zur Gewinnmaximierung betrieben, sondern um das Oktoberfest zu schützen. Es gehe darum, die Marke «sanft weiterzuentwickeln» und Trittbrettfahrern ein klares Signal zu setzten. «Da ist Schluss.»

Keine Corona-Aulagen

Das größte Volksfest soll vom 17. September bis 3. Oktober gefeiert werden - ohne Corona-Auflagen. Vorsorglich überträgt die Stadt allerdings den Wirten, Schaustellern und Marktkaufleuten vertraglich das wirtschaftliche Risiko einer möglichen Absage. Weder die Stadt noch der Steuerzahler werde dafür zahlen müssen.

Das Fest werde keine zusätzliche Energieknappheit verursachen. Der Stromverbrauch auf der Wiesn liege bei 0,6 Promille des jährlichen Verbrauchs der Stadt München, bei Gas seien es 0,1 Promille. «Die Wiesn wird nicht dazu führen, dass in München die Lichter ausgehen.» Auch müsse niemand wegen der Wiesn frieren.

Am Song «Layla» spalten sich die Geister

Das umstrittene Lied «Layla» wird auf dem Oktoberfest nicht verboten sein. «Wer es spielen will, soll es spielen, wer es nicht spielen will, soll es nicht spielen», sagte der Wiesnchef weiter. «Wir sind weder Kultur- noch Sprachpolizei.»

Über den Text des Songs von DJ Robin & Schürze, der es auf den ersten Platz der deutschen Charts schaffte, wird derzeit heftig diskutiert. «Ich hab' 'n Puff - und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler.» Auch wenn es auf der Wiesn schon mal derb zugehen kann: «Die Wiesn ist nicht sexistisch», betonte der Festleiter. Das Volksfest sei weder homophob noch in anderer Weise ausgrenzend. «Die Wiesn ist kein Gebiet für Feindlichkeit gegenüber irgendjemandem.» Sie sei wie die Stadt München weltoffen und für alle LGBTQ+-Gruppen offen.


Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Stadt Verl

Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...

weiterlesen...
Nächster Hobbymarkt am 2. Mai
Stadt Verl

Am Samstag, 2. Mai, ist in Kaunitz von 6 bis 14 Uhr wieder Hobbymarkt. Besucherinnen und Besucher dürfen sich diesmal...

weiterlesen...
Verler Freibadsaison ist gestartet | Neue Regeln für mehr Sicherheit
Stadt Verl

Die Verler Freibad-Saison hat am 30. April begonnen. Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen sowie...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Fünf italienische Taucher kommen auf den Malediven ums Leben
Aus aller Welt

Für Taucher ist das Meer rund um die Inseln und Atolle der Malediven ein Traumziel. Fünf Italiener wollen dort in großer Tiefe Unterwasserhöhlen erkunden. Ihr Tauchgang endet in einer Tragödie.

weiterlesen...
Mindestens 89 Tote durch Unwetter im Norden Indiens
Aus aller Welt

In Uttar Pradesh fegt ein Unwetter alles weg: Menschen sterben, Häuser stürzen ein, Tiere verenden. Ein Video zeigt, wie ein Mann vom Sturm durch die Luft gewirbelt wird.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Fünf italienische Taucher kommen auf den Malediven ums Leben
Aus aller Welt

Für Taucher ist das Meer rund um die Inseln und Atolle der Malediven ein Traumziel. Fünf Italiener wollen dort in großer Tiefe Unterwasserhöhlen erkunden. Ihr Tauchgang endet in einer Tragödie.

weiterlesen...
Mindestens 89 Tote durch Unwetter im Norden Indiens
Aus aller Welt

In Uttar Pradesh fegt ein Unwetter alles weg: Menschen sterben, Häuser stürzen ein, Tiere verenden. Ein Video zeigt, wie ein Mann vom Sturm durch die Luft gewirbelt wird.

weiterlesen...