In dem ostafrikanischen Land Uganda ist ein Ausbruch von Polio gemeldet worden. Dabei handele es sich um Infektionen mit einer von Impfungen ausgelösten Form des Virus, erklärte das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung. Man habe das Virus in Proben aus zwei Kläranlagen in der Hauptstadt Kampala nachweisen können, hieß es weiter. Es gebe genetische Übereinstimmungen mit einem bereits im Sudan aufgetretenen Virus. Der Wildtyp des Poliovirus gilt in Afrika seit August 2020 als ausgerottet. Allerdings kann die Polio-Impfung selbst in vereinzelten Fällen eine sogenannte Impfpoliomyelitis auslösen. Solche Fälle gibt es derzeit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in 20 afrikanischen Ländern, darunter auch in drei Ländern, die an Uganda grenzen. Polio galt jahrzehntelang als eine große Bedrohung für Kinder weltweit. Die Krankheit greift das Nervensystem an und kann zu bleibenden Lähmungen und zum Tod führen. Vor allem Kleinkinder unter fünf Jahren sind betroffen.
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Polio-Ausbruch: von Impfungen stammender Virus gefunden
Polio galt jahrzehntelang als eine große Bedrohung für Kinder weltweit. Der Wildtyp des Virus gilt in Afrika seit August 2020 als ausgerottet - doch Impfungen haben eine neue Form des Virus ausgelöst.
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