In Australien erschnüffeln Hunde nicht nur Drogen, sondern auch Koala-Kot: Mit ihren feinen Nasen haben zwei Hunde namens Bear und Billie-Jean in den vergangenen Jahren Dutzende Häufchen der gefährdeten Beuteltiere aufgespürt. In besonders von den verheerenden Buschbränden 2019 und 2020 betroffenen Gebieten in Queensland gesammelte Proben werden zusammen mit anderen analysiert, um festzustellen, wie sich Naturkatastrophen auf den Gesundheitszustand von Koalas auswirken - und wie die putzigen Tiere künftig besser geschützt werden könnten. Untersucht würden etwa der Hormonspiegel und das Darmmikrobiom in den Hinterlassenschaften der Koalas, teilten das Spürhundeteam der University of the Sunshine Coast und die Tierschutzorganisation IFAW mit. Ergebnisse würden im kommenden Jahr erwartet, sagte Romane Cristescu, die Direktorin des Spürhundeteams, der Deutschen Presse-Agentur. «Spürhunde können auf viele Arten und für viele verschiedene Gerüche oder Fährten ausgebildet werden», erklärte die Expertin. Polizeihunde suchten etwa nach Drogen oder Geld, andere seien für das Erschnüffeln von Wildtierhandel-Produkten ausgebildet. «Unsere Hunde hingegen sind darauf trainiert, den Geruch von Koalas und Beutelmardern zu erkennen», sagte Cristescu. Derzeit gebe es nur einige Dutzend auf Koalas spezialisierte Vierbeiner, jedoch werde die Zahl vermutlich schon bald deutlich steigen. Studien zum Gesundheitszustand der Koalas seien wichtiger denn je, nachdem die australische Regierung den Gefährdungsstatus der Koalas im Februar in drei Bundesstaaten offiziell von «vulnerable» (gefährdet) auf «endangered» (stark gefährdet) hochgesetzt habe, sagte IFAW-Expertin Wendy Simpson. «Koalas sind im Allgemeinen eine ziemlich widerstandsfähige Spezies. Sie können viel aushalten, aber auch nur bis zu einem bestimmten Punkt.» Besonders die gewaltigen Buschfeuer von August 2019 bis März 2020 haben den niedlichen Beutelsäugern schwer zugesetzt. Nach Schätzungen der Umweltorganisation WWF wurden dabei mehr als 60 000 der nur in Down Under heimischen Koalas getötet, verletzt, vertrieben oder traumatisiert. Bilder von Tieren mit angesengtem Fell und verbrannten Pfoten gingen um die Welt.
Bildnachweis: © Tyson Mayr/IFAW/dpa
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Spürhunde erschnüffeln Koala-Kot in Australien
Die Buschbrände der letzten Jahren haben den australischen Koalas arg zugesetzt. Mit Spürhunden werden nun Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der gefährdeten Beuteltiere gesammlet.
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