Bei den Trägerraketen kriselt es, bei der Erkundung des Alls droht Europa, hinter den ambitionierten Plänen anderer zurückzubleiben. Wie soll es für den Kontinent in der Raumfahrt weitergehen? Darüber beraten ab heute Minister der zur europäischen Raumfahrtbehörde Esa gehörenden Länder. Auf dem zweitägigen Weltraumgipfel in Sevilla sollen Nachhaltigkeit, Transport und Erforschung des Alls zur Sprache kommen. Beim Zugang zum Weltraum und bei Trägerraketen könnte es der Esa zufolge maßgebliche Veränderungen geben. Derzeit steht Europa bei den eigenen Trägerraketen alles andere als gut da. Die neue Ariane 6 hätte schon 2020 an den Start gehen sollen, ihr Erstflug ist nun für kommendes Jahr anvisiert. Schmerzlich ist die jahrelange Verzögerung bei der Ariane 6, weil ihre Vorgängerin, die Ariane 5, die seit 1996 im Einsatz war, im Juli letztmalig gestartet ist. Seitdem hat die Esa keine eigenen Mittel mehr, um große Satelliten in den Weltraum zu bringen. Auch bei den leichten Satelliten läuft es aktuell nicht rund. Der erste kommerzielle Flug der Rakete Vega C missglückte im vergangenen Dezember. Die daraufhin geplante Weiterentwicklung der Vega-Rakete soll wohl erst Ende 2024 erneut abheben. Beide Raketen, die Ariane 6 und die Vega C, sollten Europas Raumfahrt eigentlich wettbewerbsfähiger machen. Die Esa ist darum bemüht, sie so schnell wie möglich an den Start zu bringen. Ein stabilisierter Zugang zum All ist auch auf dem Gipfel Thema. Auch bei der Erkundung des Weltraums könnte es Bewegung geben. Eine von der Esa initiierte Fachgruppe rief die Institution im Frühjahr zu mehr Autonomie auf. Esa-Chef Josef Aschbacher zufolge geht man mit einem guten Paket nach Sevilla, das entscheidende Veränderungen für Europa auf beiden Feldern - Zugang zum All und Erkundung des Weltraums - bringen könnte. Vorab hieß es, man wolle auf die zunehmende Kommerzialisierung und Privatisierung von Raumfahrtaktivitäten antworten. Zum Ende des Gipfels will die Esa erste Bilder ihrer neuen Mission zur Erforschung Dunkler Materie und Dunkler Energie veröffentlichen. Die Sonde «Euclid» war Anfang Juli in den Weltraum gestartet. Ihr Teleskop soll unter anderem dabei helfen, auf die Entfernung von Galaxien zu schließen. Die Esa will so einen Blick in die Vergangenheit des Universums werfen und dessen Entwicklung innerhalb der letzten zehn Milliarden Jahre erforschen. Insgesamt sollen Daten zu Milliarden von Galaxien gesammelt werden, um mit deren Hilfe mehr über die Dunkle Materie und die Dunkle Energie zu erfahren.Die Probleme
Bilder von «Euclid»
Bildnachweis: © Manuel Pedoussaut/ESA/dpa
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Wie weiter für Europa im All? Weltraumgipfel sucht Antworten
Probleme bei den Trägerraketen machen Europas Raumfahrt zu schaffen. Wie kann der Zugang zum All besser werden? Die europäische Raumfahrtagentur hofft auf wesentliche Veränderungen.
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