Für die Bewohner des Caritas-Hauses St. Anna in Verl gibt es ab sofort einen besonderen Höhepunkt: Eine E-Rikscha wird von der Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück bereitgestellt. Sie ermöglicht es, die in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohner an Orte zu bringen, die sie sonst zu Fuß nicht erreichen könnten.
»Wir sind vor einiger Zeit auf diese Fahrzeuge aufmerksam geworden, und nachdem wir damit ein paar Kilometer Probe gefahren sind, waren wir absolut begeistert«, erzählt Werner Twent, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Wiedenbrück. »Deshalb haben wir unsere Idee zur Anschaffung eines derartigen Gefährts an das Stiftungskuratorium herangetragen.« Mit den Erträgen aus der Anlage des Stiftungskapitals werden dauerhaft Vorhaben aus den Bereichen Jugend- und Altersfürsorge, Breitensport, Kunst und Kultur, Erziehung und Bildung, Brauchtums- und Heimatpflege, Natur- und Umweltschutz, Gesundheitswesen sowie Wissenschaft und Forschung im regional begrenzten Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Wiedenbrück gefördert. Auf Grund des weit gefassten Stiftungszwecks konnten seit der Gründung vielen Einrichtungen, Aktionen und Maßnahmen ein sehr bemerkenswerter Betrag von mehr als 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden und jetzt auch dem Caritas-Haus St. Anna. »Unser Ziel ist es, den Bewohnern mit diesem Fahrrad ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. Diese Fahrten sollen sie mobiler machen und einen Mehrwert an Beschäftigung bieten«, führt Sparkassendirektor und Stiftungsvorstand Emilian Klein weiter aus.
Tatsächlich sind viele Bewohner im Caritas-Haus St. Anna in ihrer Mobilität eingeschränkt. Somit stellt dieses Angebot nun eine willkommene Abwechslung im Alltag dar. Barrieren der Mobilität werden abgebaut und Ausflüge in die Stadt, die Natur sowie zu besonderen persönlichen Zielen sind ab jetzt möglich. Da zudem immer zwei Bewohner gleichzeitig in der Rikscha transportiert werden können, führt das dazu, dass soziale Kontakte untereinander geknüpft und Einsamkeit vermieden wird. Jürgen Mertes, Leiter der Einrichtung, ist sich sicher: »Die Rikscha hat schon nach kurzer Zeit großes Interesse geweckt.«
Für die Fahrten braucht es Mitarbeiter wie Mauro Tozzi. Er wurde speziell geschult in der Fahrweise, Sicherheit sowie dem Verhalten im Straßenverkehr und bekam im Anschluss einen sogenannten „Rikscha-Führerschein“ ausgestellt. »Ich kann mir vorstellen, bei gutem Wetter sicherlich einige Fahrten mit der Rikscha zu machen, um zum einen mehr Zeit mit den Bewohnern zu verbringen und andererseits sie an Orte zu bringen, die sie sich wünschen. Die Rikscha wird fester Bestandteil des Betreuungsangebotes, es ist sehr bereichernd zu sehen wieviel Lebensfreude die Bewohner bei der Fahrt mit der Rikscha empfinden«, so Mauro Tozzi. Auch Dorothea Pfahl ist von der Idee begeistert: »Für Leute wie mich, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist das Angebot sehr gut. Wenn es möglich ist, würde ich gerne jeden zweiten Tag fahren.« Deshalb ist es gut, dass nun der Sommer vor der Tür steht. Die Bewohner des Seniorenheims sind zumindest schon voller Vorfreude.
Bildunterschrift: Die Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück vertreten durch Sparkassendirektor Emilian Klein (v. l.), Sparkassendirektor Werner Twent (h. l.) überreicht im Beisein von Geschäftsstellenleiter Frank Dreismickenbecker (nicht auf dem Foto) die erste Rikscha an den Leiter des Caritas-Hauses St. Anna, Jürgen Mertes (h. r.), sowie dem Vorstandsmitglied des Caritasverbandes Gütersloh, Matthias Timmermann (v. r.) und der Leiterin des Sozialdienstes, Isabel Pales-Jakobfeuerborn (v. r). In der Rikscha sitzend freuen sich (v. l.) Ingeburg von Swiontek-Brzezinski und Dorothea Pfahl auf ihren ersten Ausflug mit Betreuungsassistent Mauro Tozzi als Fahrer.
Mit der Rikscha durch Verl
Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück
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