12. November 2021 / Aus aller Welt

Antarktis-Pinguin schwimmt 3000 Kilometer nach Neuseeland

Ein äußerst seltener Gast in Neuseeland: Tausende Kilometer hat ein Adéliepiguin aus der Antarktis zurückgelegt für eine kleine Stippvisite in der Nähe von Christchurch.

Ein bereitgestelltes Bild zeigt einen Adeliepinguin auf den Felsen der Magnet Bay auf der Halbinsel Banks außerhalb von Christchurch.

Seltener Gast: Ein Pinguin aus der Antarktis hat eine rund 3000 Kilometer lange Reise nach Neuseeland unternommen.

Das Tier, ein Adéliepinguin (Pygoscelis adeliae), wurde an einem Strand der Halbinsel Banks Peninsula nahe Christchurch auf der Südinsel von einem Anwohner gesichtet, wie das neuseeländische Portal «Stuff» am Freitag berichtete.

Nach Daten der neuseeländischen Vogel-Enzyklopädie New Zealand Birds Online war dies erst das dritte Mal seit Beginn der Aufzeichnungen, dass ein Adéliepinguin von der Antarktis Neuseeland erreichte. Warum der flugunfähige Seevogel so weit schwamm, war zunächst nicht klar. Laut der Enzyklopädie kommen Adéliepinguine im Rossmeer zahlreich vor, finden aber selten den Weg nach Neuseeland.

Der Pinguin sei etwas untergewichtig und dehydriert gewesen, sagte Thomas Stracke, ein herbeigerufener Pinguin-Experte, dem Portal zufolge. Er habe Flüssigkeit bekommen und Fisch-Smoothies. Auf einem Video, das der Finder des Pinguins drehte, ist der gefiederte Besucher zu sehen und wirkt recht fidel. Nach seinem Aufenthalt in einem Pflegezentrum in Christchurch sei er am Freitag wieder zurück in die freie Natur entlassen worden, berichtete «Stuff».

Vor seiner Stippvisite hatte man 1962 den Kadaver eines Adéliepinguins in Marlborough gefunden, und 1993 wurde in Kaikoura ein lebendes Exemplar entdeckt. Typisch für den Adéliepinguin ist laut der Enzyklopädie unter anderem der weiße Ring um das Auge, der auf den Fotos und dem Video auf der «Stuff»-Seite gut zu sehen ist.


Bildnachweis: © Allanah Purdie/AAP/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Tote bei Gewalttaten im Umfeld von Hochschulen in den USA
Aus aller Welt

Zwei Schauplätze, Tausende Kilometer voneinander entfernt: In den USA sind mehrere Menschen Gewalttaten auf oder nahe dem Campus von Universitäten zum Opfer gefallen.

weiterlesen...
Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider gestorben
Aus aller Welt

Was ist gutes Deutsch? Wolf Schneider hatte in seinen Büchern die Antwort parat. Er zählte zu den bekanntesten Journalisten des Landes, bildete Generationen von Medienschaffenden aus. Nun ist er gestorben.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Verbreitung akuter Atemwegserkrankungen außergewöhnlich hoch
Aus aller Welt

Die Grippewelle in Deutschland hat dieses Mal früh begonnen. Doch auch andere Atemwegserkrankungen führen zu auffällig vielen Arztbesuchen, meldet das RKI.

weiterlesen...
Steigende Energiepreise machen Tierbestattungen teurer
Aus aller Welt

Nach dem Tod eines geliebten Haustieres entscheiden sich viele Besitzer, das Tier einäschern und bestatten zu lassen. Auch dort machen sich inzwischen Preissteigerungen bemerkbar.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Verbreitung akuter Atemwegserkrankungen außergewöhnlich hoch
Aus aller Welt

Die Grippewelle in Deutschland hat dieses Mal früh begonnen. Doch auch andere Atemwegserkrankungen führen zu auffällig vielen Arztbesuchen, meldet das RKI.

weiterlesen...
Steigende Energiepreise machen Tierbestattungen teurer
Aus aller Welt

Nach dem Tod eines geliebten Haustieres entscheiden sich viele Besitzer, das Tier einäschern und bestatten zu lassen. Auch dort machen sich inzwischen Preissteigerungen bemerkbar.

weiterlesen...