Bewaffnete Angreifer haben eine Kleinstadt im Südwesten von Mexiko überfallen und ein Blutbad angerichtet. 20 Menschen kamen bei der Attacke ums Leben, wie die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Guerrero, Sandra Valdovinos, am Donnerstag im Radiosender W Radio sagte. Die Angreifer feuerten zunächst auf die Fassade des Rathauses in der Ortschaft San Miguel Totolapan und erschossen dann den Bürgermeister, der in einem anderen Haus gerade eine Sitzung mit Beamten leitete. Ermittler vermuteten hinter der Attacke das lokale Verbrechersyndikat «Los Tequileros», das in Morde, Entführungen und Opiumhandel verwickelt ist. «Der Vorfall steht im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung zwischen kriminellen Gruppen», sagte der Vizesicherheitsminister Ricardo Mejía. «Los Tequileros» hätten in einem Video, dessen Echtheit noch geprüft werde, ihre Rückkehr in die Ortschaft angekündigt. Die Bande war bis zum vermutlichen Tod ihres Anführers 2018 in der Gemeinde aktiv und damals mit der kriminellen Organisation «La Familia Michoacana» verfeindet. Diesmal dürften beide Gangs allerdings zusammengearbeitet haben, sagte Mejía. Der Überfall ereignete sich am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in der 24 000-Einwohnern-Stadt in der Region Tierra Caliente, die seit mehr als zehn Jahren unter der Gewalt der Drogenkartelle leidet. Stundenlang blockierten die Angreifer die Zufahrtswege zu der Gemeinde mit Bussen und Lastwagen, um die Sicherheitskräfte am Durchkommen zu hindern. Unter den Opfern waren auch der Vater des Bürgermeisters, der Direktor der örtlichen Polizei und mehrere Polizisten. Die meisten Opfer wurden bei dem Treffen mit dem Bürgermeister erschossen. In einem Video waren mehrere blutige Leichen auf dem Boden zu sehen. «Der bösartige Angriff auf den Bürgermeister und die Beamten des Stadtrats werden nicht ungestraft bleiben», schrieb die Gouverneurin von Guerrero, Evelyn Salgado, auf Twitter. Mexiko erlebt eine Spirale der Gewalt. Es gibt zahlreiche Drogenkartelle und andere kriminelle Gruppen, die oft Verbindungen zu korrupten Politikern und Sicherheitskräften haben und um die Kontrolle kämpfen. Im vergangenen Jahr wurden in dem lateinamerikanischen Land mit etwa 126 Millionen Einwohnern im Schnitt 94 Morde pro Tag registriert. Die meisten Tötungsdelikte werden nie aufgeklärt.Viele Opfer waren bei einem Treffen mit dem Bürgermeister
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Bürgermeister und 19 weitere Menschen in Mexiko getötet
Die Angreifer blockieren mit Lastwagen die Zufahrtswege zu der Ortschaft, das Militär kommt nicht durch. Dann richten sie ein Massaker an. Das ganze Ausmaß der Gewalt wird erst Stunden später klar.
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