18. März 2024 / Aus aller Welt

Fotograf soll 17 Frauen missbraucht haben - Prozessauftakt

Er soll sich als Modefotograf auf der Suche nach Modellen ausgegeben haben. In Paris steht ein 38-Jähriger vor Gericht, weil er mindestens 17 Frauen in seinem Fotostudio sexuell missbraucht haben soll.

Justizpalast in Paris. Ein 38-jähriger Fotograf soll 17 Frauen bei Fotoshootings sexuell missbraucht haben.
Veröffentlicht am 18. März 2024 um 18:59 Uhr von dpa

Vor einem Gericht in Paris hat am Montag der Prozess gegen einen 38 Jahre alten Fotografen begonnen, der 17 Frauen bei Fotoshootings sexuell missbraucht haben soll. Für die ihm angelasteten Taten soll der Mann sich laut Anklage auf Kontaktplattformen als Modefotograf auf der Suche nach Modellen ausgegeben haben.

Nach immer gleichem Schema soll er die Frauen 2015 und 2016 in sein Fotostudio gelockt und dort mit Alkohol oder K.-o.-Tropfen in einen wehrlosen Zustand versetzt haben. Dann solle er sie zu freizügigen Fotos gedrängt und die Frauen schließlich brutal missbraucht haben, berichteten die Zeitung «Libération» und der Sender BFMTV unter Verweis auf die Ermittler.

Angeklagter weist Anschuldigungen zurück

Der Angeklagte weist sämtliche Anschuldigungen nach Angaben seiner Verteidiger von sich. Der von den französischen Medien als «Tinder-Vergewaltiger» bezeichnete Angeklagte soll den Ermittlern gegenüber lediglich eingestanden haben, seinen Fotografen-Beruf als Vorwand genutzt zu haben, um die Frauen zur Befriedigung seiner sexuellen Gier anzulocken. Diese hätten sein Tun dann aber nicht gestoppt. Wie der Sender BFMTV berichtete, räumte der Angeklagte vor Prozessbeginn lediglich ein moralisch schlechtes Verhalten ein und stellte sich als sexsüchtig dar. Binnen zehn Jahren will er 600 Sexualpartnerinnen gehabt haben. 


Bildnachweis: © Francois Mori/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rollator-Club trifft sich am 14. und 28. August
Stadt Verl

Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...

weiterlesen...
Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ am 18. August
Stadt Verl

Der offene Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz trifft sich das...

weiterlesen...
Monatliche Sprechstunde für Angehörige von Demenzkranken
Stadt Verl

An jedem 4. Dienstag im Monat findet in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in Verl eine Sprechstunde des Diakonie...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Feuer im Hohen Venn eingekesselt – Evakuierung aufgehoben
Aus aller Welt

Rund 3.000 Hektar Natur sind zerstört, doch die Evakuierung im Ortsteil Kalterherberg ist beendet. Die Bewohner dürfen zurück.

weiterlesen...
Pistolen für Deutschland unter türkischen Feigen versteckt
Aus aller Welt

Ein Grenzpunkt zwischen Bulgarien und der Türkei ist auch ein Tor in die EU. Schmuggler sind besonders erfinderisch, wenn es um Drogen oder Waffen geht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Feuer im Hohen Venn eingekesselt – Evakuierung aufgehoben
Aus aller Welt

Rund 3.000 Hektar Natur sind zerstört, doch die Evakuierung im Ortsteil Kalterherberg ist beendet. Die Bewohner dürfen zurück.

weiterlesen...
Pistolen für Deutschland unter türkischen Feigen versteckt
Aus aller Welt

Ein Grenzpunkt zwischen Bulgarien und der Türkei ist auch ein Tor in die EU. Schmuggler sind besonders erfinderisch, wenn es um Drogen oder Waffen geht.

weiterlesen...