Angesichts der Zerstörung durch Zyklon «Gabrielle» hat Neuseelands Ministerpräsident Chris Hipkins die Bevölkerung auf einen schwierigen Wiederaufbau eingestellt. «Es besteht kein Zweifel, dass wir als Land einen steilen Berg vor uns haben, und wir werden ihn gemeinsam erklimmen», sagte er am Sonntag in der Hauptstadt Wellington. Die Infrastruktur in dem Pazifikstaat müsse verbessert und noch widerstandsfähiger werden. Dies werde seinen Preis haben. Im Zuge des Sturms kamen mindestens elf Menschen ums Leben, bestätigte der Premier. Die Zahl könne noch steigen, die Behörden hätten aber keine Hinweise, dass es bedeutend mehr Todesopfer geben könnte, sagte Hipkins laut Medienberichten. Polizei und Katastrophenschutz hatten am Samstag mitgeteilt, es gebe ernsthafte Sorgen mit Blick auf zehn Vermisste. Rund 3000 Personen hätten noch nicht kontaktiert werden können, allerdings sei noch nicht überall die Kommunikation wiederhergestellt. Zudem seien noch rund 28.000 Haushalte ohne Strom. Der Tropensturm hatte das Land am Montag getroffen und mit orkanartigen Winden und Starkregen schwere Schäden in weiten Teilen der Nordinsel angerichtet. Besonders heftig traf es die Region Hawke's Bay. Viele Häuser, Straßen und Brücken sind zerstört, zudem sind Strom- und Kommunikationsleitungen beschädigt. Zeitweise stand das Wasser in einigen Gebieten so hoch, dass nur noch die Hausdächer aus den Fluten ragten. Als das Wasser abzog, blieben in vielen Gebäuden Schlammmassen zurück. Bereits am Dienstag hatte die Regierung den Nationalen Notstand ausgerufen - erst zum dritten Mal in der Geschichte des rund fünf Millionen Einwohner zählenden Pazifikstaates.
Bildnachweis: © Mike Scott/Hawkes Bay Today via AP/dpa
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Mindestens elf Tote nach Zyklon «Gabrielle» in Neuseeland
Erst im Laufe der Tage wird das Ausmaß der Schäden durch Zyklon «Gabrielle» in Neuseeland sichtbar. Die Zahl der Toten steigt.
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