12. Dezember 2022 / Aus aller Welt

Mutmaßlicher «Axtmörder» von Kalletal ab Januar vor Gericht

Fast fünf Wochen lang ist ein 36-Jähriger auf der Flucht. Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein Mord mit einer Axt und eine Vergewaltigung. Dann schlägt ein Spezialeinsatzkommando zu. Bald beginnt der Prozess.

Ermittler der Polizei arbeiten nach der brutalen Tötung eines 39-Jährigen mit einer Axt am Tatort in Kalletal.
von dpa

Im Mordprozess um den sogenannten Axtmörder von Kalletal hat das Landgericht Detmold ab Januar acht Zeugen geladen. Aussagen werden auch ein Gerichtsmediziner und ein Psychiater, der den 36-Jährigen begutachten soll. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sind vom 9. Januar bis 6. Februar drei Verhandlungstage angesetzt.

Nach Überzeugung der Anklage tötete der Aserbaidschaner am 18. Juni 2022 einen 39-Jährigen aus dem niedersächsischen Rinteln im Schlaf mit dem Hieb einer Axt. Dabei soll er den Ermittlern zufolge aus Eifersucht gehandelt haben. Nach der Tat soll er in derselben Wohnung seine Ex-Freundin, die zuvor auch schlafend im Bett gelegen hatte, im Badezimmer vergewaltigt haben. Dieser Anklagepunkt wird durch eine DNA-Analyse gestützt.

Fahrweise machte Polizei aufmerksam

Nach der Tat soll er die Frau und ihre beiden Kinder in ein Auto gezwungen haben und davongerast sein. Da er keinen Führerschein hatte und auch nicht Auto fahren konnte, geriet er durch seine Fahrweise in den Fokus der Polizei. Die ahnte von der blutigen Tat zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Laut Staatsanwaltschaft nutzte der 36-Jährige einen Überraschungsmoment bei der Kontrolle und rannte davon.

Es folgte über fünf Wochen eine Flucht in Richtung Polen. Die Polizei rief die Bevölkerung in Ostwestfalen-Lippe und Niedersachsen zur Vorsicht auf, Lastwagenfahrer wurden gebeten, achtzugeben. In Brandenburg wurde der 36-Jährige dann am 21. Juli in Brieskow-Finkenheerd nahe der polnischen Grenze festgenommen. Dabei waren Spezialkräfte der Polizei im Einsatz.

Nach früheren Angaben der Detmolder Staatsanwaltschaft war der 36-Jährige bereits zu einer längeren Haftstrafe wegen eines Tötungsdeliktes in der Ukraine verurteilt worden.


Picture credit: © Leon Stock/NEWS5/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Ostergebäck zum Vernaschen
Rezepte

Rezept für Quarkhasen

weiterlesen...
Sprechstunde der AWO-Wohnberatung am 24. April
Stadt Verl

Auch im Alter möglichst lange und selbständig in der vertrauten Umgebung zu leben: Das wünschen sich wohl die meisten...

weiterlesen...
Zwei Kater an der Marienstraße zugelaufen
Stadt Verl

Der Stadtverwaltung sind zwei schwarz-weiße Kater als zugelaufen gemeldet worden. Beide Tiere sind ca. eineinhalb Jahre...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Plötzlich Königreich: Als Stücke Deutschlands orange wurden
Aus aller Welt

Vor 75 Jahren wurden zwei Orte im Westen von Nordrhein-Westfalen niederländisch. Später kehrten sie zurück - und es gibt manch einen Bewohner, der das noch heute bedauert.

weiterlesen...
Frau zahlte Millionensumme an angeblichen Hellseher
Aus aller Welt

1,6 Millionen Euro soll eine Frau in den vergangenen Jahren an einen angeblichen Hellseher gezahlt haben. Und das ist wohl nur die Spitze des Eisberges.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Plötzlich Königreich: Als Stücke Deutschlands orange wurden
Aus aller Welt

Vor 75 Jahren wurden zwei Orte im Westen von Nordrhein-Westfalen niederländisch. Später kehrten sie zurück - und es gibt manch einen Bewohner, der das noch heute bedauert.

weiterlesen...
Frau zahlte Millionensumme an angeblichen Hellseher
Aus aller Welt

1,6 Millionen Euro soll eine Frau in den vergangenen Jahren an einen angeblichen Hellseher gezahlt haben. Und das ist wohl nur die Spitze des Eisberges.

weiterlesen...