Die einst mutmaßlich von ihrer Familie entführte Prinzessin Latifa aus Dubai ist eigenen Angaben zufolge wohlauf. Bei einem Treffen mit der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet in Paris habe die Frau allerdings den Wunsch geäußert, dass ihre Privatsphäre respektiert werde, teilte die UN mit. Die Vereinten Nationen hatten lange auf ein Treffen mit der Scheicha gepocht. Dies habe nun auf Wunsch Latifas stattgefunden. Wann die Begegnung war, teilte die UN nicht mit. Latifa ist eine Tochter von Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, Emir von Dubai und Ministerpräsident der Vereinigten Arabischen Emirate. Bei einem Fluchtversuch soll sie 2018 gewaltsam nach Dubai zurückgebracht worden sein. In Video-Botschaften sagte die Prinzessin später, sie werde in einer Villa wie in einem Gefängnis festgehalten. Die Herrscherfamilie Dubais erklärte dagegen, Latifa werde von ihrer Familie und medizinischem Personal betreut. Im vergangenen Sommer tauchten dann mehrere Fotos der Prinzessin auf, die sie in Europa zeigten. Ihre Unterstützer beendeten daraufhin eine Befreiungskampagne für die Prinzessin. Latifa selbst äußerte sich damals aber nicht selbst zu ihrer Lage, was Zweifel an der Darstellung ihres Lebens in Freiheit und Selbstbestimmung schürte. Auch die ehemalige irische Präsidentin Mary Robinson war einst über die Lage der Prinzessin getäuscht worden. Bei einer Begegnung in Dubai sei ihr glaubhaft gemacht worden, dass Latifa eine bipolare Störung habe. Später bereute Robinson, die zeitweise auch Hohe Kommissarin der UN für Menschenrechte war, ihre Aussage - und auch, nicht wachsamer für Latifas Situation gewesen zu sein. «Latifa möchte klarstellen, dass sie lebt, wie sie will, dass sie reist, wie sie will, dass es ihr vollkommen gut geht und dass sie möchte, dass die Medien ihr erlauben, in Frieden zu leben», meldete kürzlich auch Sky News unter Berufung auf eine Erklärung, die dem britischen Sender im Namen der Prinzessin vorgelegt worden sein soll. Zweifel bleiben aber weiter. Der Chef der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, Kenneth Roth, spekuliert dem Bericht zufolge etwa darüber, ob Latifa möglicherweise unter Druck gesetzt worden sei, um sich mit Bachelet zu treffen.Es bleiben Zweifel
Bildnachweis: © --/#FreeLatifa campaign – Tiina Jauhiainen/David Haigh via AP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Prinzessin Latifa geht es eigenen Angaben nach gut
Die einst mutmaßlich von ihrer Familie entführte Prinzessin hat sich mit der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet in Paris getroffen. Latifa stellt dabei einiges klar - doch Zweifel bleiben.
Meistgelesene Artikel
- 4. September 2026
Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...
- 1. September 2026
Nächster Hobbymarkt am 5. September
Am Samstag, 5. September, ist in Kaunitz von 6 bis 14 Uhr wieder Hobbymarkt. Neben Zier- und Wirtschaftsgeflügel sind...
- 13. August 2026
Rollator-Club trifft sich am 14. und 28. August
Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...
Neueste Artikel
- 4. September 2026
Prozess um Tod dreier Kinder in den USA endet ohne Urteil
Eine Mutter räumt ein, ihre Kinder getötet zu haben und wäre laut Berichten trotzdem fast freigesprochen worden. Ein einzelner Geschworener soll ein einstimmiges Urteil verhindert haben.
- 4. September 2026
45,7 Grad: Spaniens heißester Tag seit Jahresbeginn
Mit 45,7 Grad meldet Spanien die Einstellung eines Hitzerekords für September. Der Wert wurde in Andalusien gemessen. Auch in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen ungewöhnlich hoch bleiben.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 4. September 2026
Prozess um Tod dreier Kinder in den USA endet ohne Urteil
Eine Mutter räumt ein, ihre Kinder getötet zu haben und wäre laut Berichten trotzdem fast freigesprochen worden. Ein einzelner Geschworener soll ein einstimmiges Urteil verhindert haben.
- 4. September 2026
45,7 Grad: Spaniens heißester Tag seit Jahresbeginn
Mit 45,7 Grad meldet Spanien die Einstellung eines Hitzerekords für September. Der Wert wurde in Andalusien gemessen. Auch in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen ungewöhnlich hoch bleiben.

