1. Dezember 2022 / Aktueller Hinweis

Intensiver Austausch im Jugendplenum

Für eine Landesgartenschau in Verl im Jahr 2029.

Statt Mathe oder Deutsch stand für einige Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und des Gymnasiums am Montag aktive Mitbestimmung auf dem Stundenplan. Denn die Stadt Verl hatte die Klassen- sowie die Schülersprecherinnen und -sprecher der beiden weiterführenden Schulen nach der Premiere 2019 und der anschließenden coronabedingten Pause zum zweiten Jugendplenum eingeladen. Hauptthema war diesmal die Machbarkeitsstudie für eine Landesgartenschau in Verl im Jahr 2029. „Die Gartenschau soll alle Altersgenerationen ansprechen, deshalb ist uns natürlich auch die Meinung junger Menschen wichtig“, betonte Bürgermeister Michael Esken.

Bei den Ideen der Schülerinnen und Schüler für die Gestaltung des Geländes standen Möglichkeiten zum Klettern ganz oben. Minigolf, ein Skaterpark, Spielplätze und Sportangebote, aber auch Sitzgelegenheiten wünschen sich die Kinder und Jugendlichen ebenfalls. „Ich kann nicht versprechen, dass alle Wünsche erfüllt werden können“, sagte der Bürgermeister. „Aber es sind viele Ideen dabei, die machbar sind, und ich hoffe, Ihr werdet vieles davon wiederfinden.“ Johanna Pieritz und Lukas Melzer als Vertreter des Planungsbüros, das die Stadt bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie für die LGS-Bewerbung unterstützt, nahmen alle Anregungen auf und werden diese nun detailliert auswerten.

Die Schülerinnen und Schüler hatten aber auch kritische Fragen zur Durchführung einer Landesgartenschau in Verl. Was bringt eine LGS für die Stadt? Ist es mit Blick auf die derzeitige Wasserknappheit sinnvoll, Bepflanzungen anzulegen, die bewässert werden müssen? Wird die LGS barrierefrei geplant? Und wie nachhaltig ist eine Gartenschau? Zu diesen Fragen sollen die Gespräche mit den interessierten Schülerinnen und Schüler noch intensiviert werden. „Und ich lade euch herzlich ein, euch im Rahmen der Machbarkeitsstudie weiter zu beteiligen und mitzureden“, so der Bürgermeister. Derzeit befindet sich Verl bekanntlich im Bewerbungsverfahren. „Doch auch wenn wir den Zuschlag nicht bekommen sollten, sind alle Hinweise und Anregungen wichtig und werden in den Planungen für die Zukunft unserer Stadt Berücksichtigung finden“, ermunterte der Verwaltungschef die Schülerinnen und Schüler, aktiv mitzumachen und ihre Sicht einzubringen.

Die anschließende offene Fragerunde zeigte ebenfalls, dass die Schülerinnen und Schüler sich um viele Themen Gedanken machen: ob Probleme im Schülerbusverkehr oder mit dem WLAN in den Schulen, Ideen für zusätzliche Freizeitangebote, Anregungen für eine bessere Bus- und Bahnanbindung nach Bielefeld oder eine optimierte Beschilderung, um sich im Schulzentrum besser zurechtzufinden.

Dass die Fragen und Ideen der Schülerinnen und Schüler nach dem Jugendplenum keineswegs in der Schublade verschwinden, bewies der „Fakten-Check“. „Was ist aus den Anregungen von vor drei Jahren geworden?“, hakte Moderator Thorsten Nötling bei den Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung nach. Bemängelt worden waren seinerzeit zum Beispiel hohe Buspreise, dass viele Bushaltestellen nicht überdacht sind oder dass die Schulhöfe größtenteils aus Asphalt bestehen. Durch die Einführung des Schülertickets ist Busfahren für Schülerinnen und Schüler inzwischen deutlich attraktiver geworden und durch den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet bekommen auch die meisten Haltestellen ein Wartehäuschen sowie zusätzlich noch Fahrradständer. Um Geduld bitten musste der Bürgermeister hingegen bei den Schulhöfen: „Erst müssen wir die umfangreichen Umbaumaßnahmen in der Gesamtschule sowie für das Hallenbad und den Veranstaltungsraum durchführen, aber dann kommen die Schulhöfe dran.“

Quelle: Verl.de
Bildquelle: Verl.de

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