31. März 2024 / Aus aller Welt

Österliches Comeback: König Charles besucht Gottesdienst

Seit Bekanntwerden seiner Krebsdiagnose hat sich König Charles kaum öffentlich gezeigt. Als er in Windsor an Ostersonntag zur Kirche geht, wird er mit Jubel empfangen. Doch es gibt auch Kritik.

Nach Wochen des Rückzugs: Der britische König Charles III. nahm am Ostergottesdienst in der St.-George's-Kapelle auf Schloss Windsor teil.
von dpa

Der britische König Charles (75) und seine Frau Königin Camilla (76) haben den Ostergottesdienst in der St.-George's-Kapelle in Windsor besucht. Es war der erste bedeutendere öffentliche Auftritt Charles' seit Bekanntwerden seiner Krebsdiagnose im Februar. Das Paar zeigte sich am Morgen lächelnd und winkend, als es die Kirche auf dem Gelände des Schlosses Windsor betrat. Als aus einer Gruppe von Schaulustigen jemand «Frohe Ostern!» rief, antwortete der König: «Ihnen auch!»

Charles wirkte fit und bestens gelaunt. Er trug einen dunklen Mantel und eine blaue Krawatte mit kleinen Schiffsmotiven. Camilla kam im grünen Outfit mit Hut. Das Paar hatte die kurze Strecke von seinen Räumlichkeiten im Schloss zu der im Vorhof liegenden Kapelle in einer Limousine zurückgelegt. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Geistlichen gingen sie in die Kirche.

Jubel und Applaus für den König

«I have to be seen to be believed» («Ich muss gesehen werden, damit man an mich glaubt»), soll Charles' Mutter Queen Elizabeth II. einst gesagt haben. Getreu diesem Motto traten Charles und Camilla nach dem Gottesdienst dann noch einmal in den Innenhof des Schlosses hinaus, wo sie mit Jubel und Applaus empfangen wurden. Die beiden schüttelten die Hände einiger Schaulustiger und unterhielten sich mit den Leuten, bevor sie wieder ins Auto stiegen.

Kritik wegen der Teilnahme Prinz Andrews

Zum Ostergottesdienst waren auch weitere Royals wie etwa Charles' Schwester Prinzessin Anne (73) mit ihrem Mann Timothy Laurence (69) sowie Prinz Edward (60) und dessen Frau Herzogin Sophie (59) gekommen. Dabei waren auch der wegen seiner Verwicklung in den Epstein-Missbrauchsskandal in Verruf geratene Prinz Andrew (64) und dessen Ex-Frau Sarah Ferguson (64), die im vergangenen Jahr ebenfalls Krebsdiagnosen öffentlich gemacht hatte.

Andrews Anwesenheit rief Kritik hervor. «Wie viele schon vermuteten, ging es bei Andrews Rückzug von vielen Teilen des öffentlichen Lebens nur um PR, nicht um Standards der Rechenschaftspflicht», sagte der Chef der Antimonarchie-Organisation Republic, Graham Smith, laut einer Mitteilung.

Prinz Andrew in Windsor

Andrew hatte 2019 seine öffentlichen Aufgaben für das Königshaus niedergelegt, nachdem Vorwürfe gegen ihn erhoben worden waren. Später musste er auch auf seine militärischen Dienstgrade und die Anrede Königliche Hoheit verzichten. Obwohl er stets jegliches Fehlverhalten bestritt, einigte er sich mit der US-Amerikanerin Virginia Giuffre, die ihm vorwarf, sie als Minderjährige missbraucht zu haben, 2022 auf einen millionenschweren Vergleich.

William und Kate sind nicht dabei

Nicht bei dem Ostergottesdienst dabei waren Thronfolger Prinz William (41) und seine Frau Prinzessin Kate (42). Kate hatte kürzlich in einer sehr persönlichen Videobotschaft der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass bei ihr nach einer größeren Bauch-OP im Januar Krebs festgestellt worden war. Sie habe inzwischen mit einer vorbeugenden Chemotherapie begonnen. Kate bat darum, ihre Privatsphäre und die ihrer Familie zu respektieren.

Berichten zufolge hatte sich das Paar mit seinen Kindern Prinz George (10), Prinzessin Charlotte (8) und Prinz Louis (5) auf den Landsitz Anmer Hall in der ostenglischen Grafschaft Norfolk zurückgezogen. Zuvor hatte es in Sozialen Medien teils wilde Spekulationen über Kates Gesundheitszustand gegeben.


Bildnachweis: © Hollie Adams/Reuters Pool/AP/dpa
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