19. Oktober 2021 / Aus aller Welt

Ein Monat Vulkanausbruch auf La Palma: Kein Ende in Sicht

Wann hört das wieder auf? Derzeit ist wohl kein Ende abzusehen. Der Vulkan auf La Palma spuckt weiterhin Lavamassen aus dem Erdinnern.

Lava fließt aus dem Vulkan Cumbre Vieja.

Der Vulkan auf der spanischen Kanareninsel La Palma spuckt nun seit genau einem Monat Asche, Rauch und Lava - und ein Ende ist nicht in Sicht.

Da die aus dem Vulkan ausströmenden Gase derzeit wegen der Wetterlage nicht ausreichend abziehen, riefen die Behörden rund 7000 Bewohner des Ortes El Paso auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen, wie die Zeitung «La Vanguardia» am Dienstag berichtete.

Gleichzeitig ist ein zweiter, nördlicherer Lavastrom kurz davor, das Meer zu erreichen, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Er sei nur noch 30 Meter von der Steilküste entfernt. Schon vor knapp drei Wochen hatte der Hauptstrom auf seinem Weg durch das Tal von Aridane etwas weiter südlich den Atlantik erreicht und bildet seither eine neue Landzunge im Meer, die bereits 36 Hektar groß ist. Wie schon damals warnten die Behörden erneut, beim Kontakt der um die 1000 Grad heißen Lava mit dem salzigen Meerwasser könnten sich giftige Dämpfe bilden.

Seitdem der Vulkan, der noch keinen offiziellen Namen hat, im September erstmals seit 50 Jahren wieder aktiv geworden war, wurden fast 2000 Gebäude zerstört und etwa 800 Hektar in Mitleidenschaft gezogen. Das entspricht rund 1120 Fußballfeldern. Rund 7000 Menschen mussten seit dem 19. September vorsorglich ihre Häuser verlassen und kamen bei Angehörigen in anderen Teilen der Insel oder in Hotels unter. Die Schäden belaufen sich nach amtlichen Angaben auf mindestens 400 Millionen Euro. Vor allem die Bananenplantagen in dem besonders fruchtbaren Tal von Aridane haben stark gelitten.

Der Flugbetrieb war am Montag nach zweitägiger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Am Dienstag gab es jedoch wegen der schwierigen Bedingungen viele Verspätungen. Vor allem die Asche aus dem Vulkan ist für die Motoren der Flugzeuge gefährlich.


Bildnachweis: © Europa Press/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Tote bei Gewalttaten im Umfeld von Hochschulen in den USA
Aus aller Welt

Zwei Schauplätze, Tausende Kilometer voneinander entfernt: In den USA sind mehrere Menschen Gewalttaten auf oder nahe dem Campus von Universitäten zum Opfer gefallen.

weiterlesen...
Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider gestorben
Aus aller Welt

Was ist gutes Deutsch? Wolf Schneider hatte in seinen Büchern die Antwort parat. Er zählte zu den bekanntesten Journalisten des Landes, bildete Generationen von Medienschaffenden aus. Nun ist er gestorben.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Familie mit Messer attackiert - Polizei schießt auf Vater
Aus aller Welt

Ein getrennt von Frau und Kindern lebender Vater dringt mit einem Messer ins Wohnhaus seiner Familie ein und verletzt diese. Die herbeigerufene Polizei schießt den Mann an.

weiterlesen...
Studie zum Omikron-Ursprung: Entwicklung wurde übersehen
Aus aller Welt

Anfang November 2021 wurde in Südafrika erstmals die Corona-Variante B.1.1.529 nachgewiesen. Doch ein Forscher-Team der Charité weist nach: Omikron-Vorläufer gab es in Afrika schon deutlich früher.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Familie mit Messer attackiert - Polizei schießt auf Vater
Aus aller Welt

Ein getrennt von Frau und Kindern lebender Vater dringt mit einem Messer ins Wohnhaus seiner Familie ein und verletzt diese. Die herbeigerufene Polizei schießt den Mann an.

weiterlesen...
Studie zum Omikron-Ursprung: Entwicklung wurde übersehen
Aus aller Welt

Anfang November 2021 wurde in Südafrika erstmals die Corona-Variante B.1.1.529 nachgewiesen. Doch ein Forscher-Team der Charité weist nach: Omikron-Vorläufer gab es in Afrika schon deutlich früher.

weiterlesen...